Lob motiviert

Wenn Kinder noch sehr jung sind, werden sie meist täglich gelobt: Am Spielplatz, wenn sie die Rutsche alleine herunterrutschen, daheim, wenn sie im Kindergarten ein Bild gemalt haben, und in der Volksschule, wenn sie alle Buchstaben schreiben können. Wichtig ist dabei, dass beim Loben die Bemühungen im Vordergrund stehen und nicht der Erfolg.

Später werden Kinder immer weniger gelobt, denn in der Schule zählen nur die Noten und die erbrachte Leistung. Bei einem Nicht Genügend auf eine Schularbeit sieht niemand die Anstrengungen, die vor der Schularbeit geleistet wurden. Meist heißt es: „Zu wenig gelernt, das Falsche gelernt, gar nichts gelernt.“ Wann sagt jemand dem Kind: „Du hast dich sehr bemüht und viel gelernt, das finde ich toll – auch wenn die Beurteilung negativ ist.“ Sieht jemand, wie viel Aufwand ein Kind oder ein Jugendlicher für eine Leistung erbracht hat? Nein, wir sehen nur eine Note und nur die zählt meistens.  

Daher ist es besonders wichtig, gerade Kinder und Jugendliche zu loben, bei denen der Erfolg trotz des Lernens ausbleibt. Das Lob für die Bemühungen motiviert weiterzumachen und dranzubleiben. Es ist die Anerkennung der Bemühungen und macht Mut sich weiter anzustrengen. Kinder zu loben heißt eine positive Entwicklung zu fördern. Lob stärkt das Selbstvertrauen und verstärkt erwünschtes Verhalten.

So können Sie Danke sagen für Dinge, die Ihr Kind bereits selbstverständlich macht. „Danke, dass du deinen Teller in den Geschirrspüler gestellt hast.“ Loben Sie durch Fragen: „Das hast du toll gemacht, wie hast du das geschafft?“

Leben Sie Ihrem Kind vor, dass es hilfreich ist, sich selbst zu loben. Das Sprichwort: „Eigenlob stinkt“ ist nicht gesund, brauchen wir doch Lob und Anerkennung, um zu wachsen und uns in unserer Haut wohl zu fühlen. Sich zeitweise selbst zu loben ist also durchaus gesund für die Psyche.

 

Somit: Danke für das Lesen des Blogbeitrags, gut gemacht!

 

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